Bedeutung des Platzes für den VKL

90 Jahre Priwall LOGOkleinAm 08. Juni 2019 feierte der Verein für Kanusport Lübeck auf dem Priwall 90-jähriges Bestehen des Stützpunkts. Dieser Platz, das Gelände wurde von der Hansestadt Lübeck gepachtet, hat uns in den vergangenen 90 Jahren viel Freude bereitet und unser Vereinsleben bereichert. Unsere Vereinsmitglieder haben in der Regel von April bis Oktober an allen Wochenenden den Platz genutzt, aber auch Silvesterfeiern fanden hier schon statt Einige verlebten dort sogar ihre Urlaubszeit. Viele Vereinsfeste und Geburtstagsfeiern wurden dort abgehalten. Eine Vielzahl von Paddeltouren wurden von unserem Platz aus gestartet oder endeten hier. Für unsere Jugendgruppen war es immer ein attraktiver Treffpunkt.

 

Gäste

Jedes Jahr haben Paddler und Paddlerinnen aus dem ganzen Bundesgebiet als Gäste mehrere Tage auf unserem Stützpunkt verbracht. Sie wurden alle von uns herzlich willkommen geheißen. Viele starteten von hier aus ihren Lübeckbesuch. Seit 2010 ist der Stützpunkt eine offizielle Kanustation des Deutschen Kanu Verbands. Auch Sportler und Sportlerinnen aus anderen Sportarten waren vorübergehend bei uns zu Gast: zum Beispiel Radfahrer und Radfahrerinnen auf Ferntouren und auch Ruderer und Ruderinnen. Gerade Ruderer und Ruderinnen finden im neu gestalteten Passathafen keine ausreichende Lagermöglichkeit für ihre Boote. Bei vielen Travemünder Wochen war unser Stützpunkt auch für Segler und Seglerinnen ein beliebter Ort zum Campen. Auch Schulklassen konnten hier mit einem geringen finanziellen Aufwand mehrere Tage verbringen, wodurch Klassenfahrten oft erst möglich wurden. Wir haben uns auch kooperativ gegenüber anderen Gruppen verhalten, die nur für wenige Stunden den Platz für eine Feier (z.B. die Feuerwehr) benötigten. Auch den Container des ASV zu Greifswald e.V. haben wir auf Wunsch bei uns auf dem Gelände integriert, weil der ASV e.V. sein Materiallager im alten Hafenmeistergebäude wegen des neuen Passathafen – Bauprojektes auflösen musste.

Alle Gäste bedankten sich bei der Verabschiedung sehr herzlich. Sie lobten den gepflegten Platz, seine landschaftlich schöne Lage und die freundliche Aufnahme. Besonders die abendlich schönen Stunden mit „Lagerfeuerromantik“ und vielen Gesprächen beeindruckten sie sehr.

 

Arbeitsdienst

Für die Instandhaltung des Stützpunkts haben wir Mitglieder und Mitgliederinnen viele Arbeitsstunden im Jahr geleistet, um das Gelände ein positives Aussehen zu geben. Zweimal im Jahr gibt es einen Arbeitsdienst der Vereinsmitglieder und Vereinsmitgliederinnen (ca. 25 Personen). Unterschiedliche Aufgaben sind dabei zu erfüllen: Zaun und Haus streichen / reparieren, den Rasen pflegen, abgestorbene Äste entfernen, neue Blumen, kleine Bäume und Büsche pflanzen usw. Zum Aufenthalt am Wochenende gehört auch ein Kontrollgang um das Gelände dazu, um eventuellen Müll zu beseitigen.

 

Tiere

Viele Tiere haben durch das angrenzende Waldstück und von der Trave aus oft ihren Weg zu unserem Platz gefunden. Sie nutzen ihn als vorübergehenden Rastplatz oder bleiben als Dauergäste. Wir gehen mit allen Tieren auf dem Gelände vorsichtig und schonend um. Die von uns angebrachten Vogelkästen zeigen unsere Haltung: Tiere sind bei uns willkommen! Im Laufe der Zeit haben wir unterschiedliche Tierarten beobachten können: Vögel (z.B. Dompfaff, Rotkehlchen, Kleiber, Pirol, Buntspecht, Komorane, Enten, Schwäne, Tauben usw.), Zwergwiesel, Igel, Frösche, Maulwürfe, Kaninchen, selten auch Schlangen (Ringelnattern). Manchmal verlassen bei unserer Ankunft auch Rehe unser Gelände.

 

Waterfront-Projekt

Unsere Stützplatzidylle ist seit vielen Jahren leider in Gefahr. Ursachen: In den 70ger Jahren wollte man dort ein Café ansiedeln, deshalb wurde der Pachtvertrag von der Hansestadt Lübeck mit dem VKL Lübeck e.V. verändert. Die Kündigungsfrist wurde von 10 Jahre auf sechs Monate verkürzt. Zur kompletten Realisierung des Waterfront-Projekts wäre die Verlagerung unseres Stützpunkts erforderlich. Ein Hotel und Wohnungen sollen dann dort gebaut werden. Die Suche nach einem neuen Standort auf dem Priwall hat bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Die Kritik und die Unklarheiten an der Umsetzung (Bauabschnitt 2) dieses Bauvorhabens haben in den letzten Monaten erheblich zugenommen. Folgende Punkte werden kritisiert oder sind unklar:

  • Bei einer weiteren Bebauung würde der Priwall zum Großstadtrevier (siehe spanische Küste, Betonmeile), das Landschaftsbild des Priwalls sollte geschützt werden.
  • Die Anwohner und Anwohnerinnen vom Kohlenhof befürchten durch die Bautätigkeit und späterer Zunahme des Tourismus eine Minderung ihrer Lebensqualität.
  • Unklar ist zum heutigen Zeitpunkt, ob das Küstenwaldgebiet auf dem Priwall möglicherweise ein Landschaftsschutzgebiet wird.
  • Zu klären ist auch, ob der Waterfront-Vertrag eine vertragliche Verpflichtung beinhaltet für eine Bebauung der Kohlenhofspitze oder nicht.

 

Wir, die Mitglieder des Vereins für Kanusport Lübeck e.V. hoffen, dass wegen der neuen Kritik und ungeklärten Sachverhalten der Stützpunkt am Passathafen für uns erhalten bleibt. Wir bitten alle Parteien bei weiteren Entscheidungen folgende Argumente zu bedenken:

  • Lübeck ist eine Sportstadt, ein Titel mit dem sich die Politiker der Hansestadt gerne schmücken. Durch das Verbleiben des Vereins für Kanusport e.V. am Passathafen würde diese Aussage bestätigt werden.
  • Das Landschaftsbild des Priwalls würde nicht weiter negativ (Betonmeile) verändert werden. Die Anwohner des Kohlenhofs müssen keine Minderung ihrer Lebensqualität befürchten.
  • Kanusportler und Kanusportlerinnen sind in der Regel finanziell nicht in der Lage Eigentumswohnungen am Passathafen zu kaufen oder teure Wochenendhäuser zu mieten. Es ist also auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, den Platz zu erhalten. Diese Gruppe hat dann weiter die Möglichkeit auf dem Stützpunkt das schöne Gebiet zu genießen.
  • Durch ein Verbleiben des Vereins für Kanusport e.V. am Passathafen wird ein jahrzehntelanges genutztes Naherholungsgebiet für Lübecker Kanusportler erhalten bleiben. Auswärtige Feriengäste verdrängen sonst Lübecker aus den Naherholungsgebiet Priwall.
  • Auch die Tiere im angrenzenden Waldgebiet hätten weiterhin ihren bisherigen Lebensraum.

 

Wir hoffen, dass wir durch unsere Argumente viel Unterstützung für den Erhalt unseres Stützpunkts bekommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 Die Mitglieder und Mitgliederinnen des Verein für Kanusport Lübeck e.V.


 

Anstehende Termine

Keine Termine

Aktuelle Infos

Die Mitglieder/Innen vom Verein für Kanusport Lübeck e.V. bangen um ihren Stützpunkt am Passathafen

Bedeutung des Platzes für den VKL

Am 08. Juni 2019 feierte der Verein für Kanusport Lübeck auf dem Priwall 90-jähriges Bestehen des Stützpunkts. Dieser Platz, das Gelände wurde von der Hansestadt Lübeck gepachtet, hat uns in den vergangenen 90 Jahren viel Freude bereitet und unser Vereinsleben bereichert. Unsere Vereinsmitglieder haben in der Regel von April bis Oktober an allen Wochenenden den Platz genutzt, aber auch Silvesterfeiern fanden hier schon statt Einige verlebten dort sogar ihre Urlaubszeit. Viele Vereinsfeste und Geburtstagsfeiern wurden dort abgehalten. Eine Vielzahl von Paddeltouren wurden von unserem Platz aus gestartet oder endeten hier. Für unsere Jugendgruppen war es immer ein attraktiver Treffpunkt.

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